Nachdem wir gestern ja am Abend in Hirshoshima erst
angekommen waren, stand uns heute das eigentliche Programm zu Hiroshima bevor.
Der erste Punkt auf der Liste war das Museum zum Gedenken an
den schrecklichen Atombombenabwurf im Jahr 1945, der Hiroshima zu seiner
traurigen Berühmtheit brachte. Das Museum wa wie ein Rundgang durch die
Geschichte aufgebaut und auf japanisch, sowie englisch gut erklärt. Ich selbst
habe es allerdings nur knapp bis nach der Atombombenabwurf geschafft, danach
war ich zu aufgewühlt um mich weiter damit zu beschäftigen. Außerdem waren so
viele Menschen in den Gängen und die Luft so warm und verbraucht... und dann
lief immer diese traurige Musik im Hintergrund... ich konnte das nicht länger
ertragen und so hab ich den Rest der Zeit draußen an der frischen Luft
verbracht. Mel war zwischenzeitlich in einem Videosaal verschwunden, der die
Vorkomnisse mit einem Dokumentarfilm zeigte. Das Thema da waren besonders die Auswirkungen
und Folgen des Bombenwurfs auf die Menschen.
Für uns beide war die Ausstellung sehr bewegend...
... und es ist erstaunlich dass in nur etwas mehr als 60
Jahren eine Stadt die im grunde vollkommen zerstört war, wieder komplett
aufgebaut werden konnte! Hiroshima heute ist wirklich sehr schön und modern!
Das hat uns beeindruckt.
Nach dem Museum haben wir uns noch ein wenig im naheliegenden
Friedenspark umgeschaut, der auch viele Denkmäler und Gedenkstätten zu bieten
hat.
Dann ging es mit der Straßenbahn etwa eine Stunde lang
Richtung Hafen! Unser Ziel: Die kleine Insel Miyajima! Hier steht ein riesiges,
berühmetes Torii, ein rotes Tor mitten im Wasser, das den Eingang zu einem
großen Shinto-Schrein bildet. Leider
waren wir an diesem sonnigen Samstag nicht die einzigen Touristen, die daran
interessiert waren. Es war einfach nur VOLL. Mel und ich hatten im Grunde schon
keine große Lust mehr, als wir auch nur durch die erste volle Gasse mit den
vielen Touristen-Fress und Souvenierbuden gelaufen waren. Überall Menschen!
Auch die wildlebenden „heiligen“ Hirsche die da überall rumrannten haben
irgendwie nur genervt. Man musste ja Angst haben in deren Gegenwart etwas zu
essen! Hunger hatten wir außerdem und in dem Gedränge was Leckeres zu finden
war auch gar nicht so einfach. Zuerst hatten wir Spieße...wir vermuten es muss
irgendeine Art Fisch gewesen sein, aber wir wissen es nicht. Mel war damit
leider nicht so glücklich, aber ich fand die eigentlich lecker. Schon besser
haben uns die Momiji-Manju gefallen. Kleine in Ahornblatt-Form gebackene
Süßigkeiten mit leckerer Füllung!
Gesättigt ging es dann zum nächsten Programmpunkt: das
Torii. Es war schon sehr beeindruckend... doch leider war Ebbe angesagt, sodass
es nur halb so imposant wirkte. Irgendwie waren wir enttäuscht.
Doch dann war es als würde unsere Reiseführerin einen
geheimen Weg kennen. Irgendwo bogen wir von der überfüllten Touri-Straße ab und
stiegen eine steile Treppe hoch Richtung Wald. Von da an war die Insel für uns
wie verzaubert. Stille kehrte plötzlich ein und um uns herum nur noch Natur und
heilige Sehenswürdigkeiten... der Pfad führte uns zu kleinen Schreinen die auf
mehreren Ebenen in die Natur eingearbeitet worden zu sein schienen. Und überall
standen kleine Figuren... oder Statuen... Treppenstufen mit schönen Zäunen,
Windspiele hingen in den Bäumen die Golden und Rot leuchteten... es war einfach
wunderschön! Es gab an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken, wir kamen aus dem
Staunen und Fotografieren gar nicht mehr heraus. Alles war so liebevoll
dekoriert und aufgestellt und dazu diese unglaubliche Natur. Wir wären gerne noch länger durch diesen Wald
gelaufen um alles zu entdekcne und auf uns wirken zu lassen, aber dazu war
irgendwann gar keine Zeit mehr. Die reiseleitung war irgendwie in verzug mit
dem Timing und zum Ende hin hieß es nur noch „Schnell Schnell Schnell – die
Fähre legt ab!“ und zurück zum Anlegeplatz. Mel und ich haben uns dann einfach
etwas zurückfallen lassen um auf dem Weg trotzdem noch genug Fotos machen zu
können. Letztendlich kamen wir auch noch pünktlich zur fähre an, also alles gut
: )
Zurück im Hotel gabs dann nur ne halbe Stunde zum
Entspannen, denn es ging gleich weiter mit der Gruppe zum abendlichen
„Okonomiyaki“-Essen. Das war mal wieder eine Idee unserer Reiseleiterin, die
wusste dass dieses Gericht hier in Hiroshima eine besondere Delikatesse ist.
Und es war SO lecker! Wir haben ganz neugierig die 5 Köche beobachtet, die uns
diese japanischen Pfannkuchen (wenn man sie so nennen will) vor unseren Augen
zubereitet haben. Fast alle in der Gruppe, einschließlich uns waren begeistert
von diesem Gericht! Wir hatten zum Beispiel ein bestehend Chinakohl, SobaNudeln,
Ei, Zwiebeln, Sojasprossen, Gewürzen, Schinken, Shrimps und wahlweise
Tintenfisch. (den hatten wir aber nicht!)
Nach dem Essen in dem japanischen Isakaya, war dieses hier
das zweitbeste was wir in Japan gegessen haben!
Morgen verlassen wir in aller Frühe Hiroshima um unseren
letzten Halt unserer Japanreise anzusteuern: Kyoto. Dort werden wir 3 Nächste
bleiben und wir freuen uns schon sehr auf die Stadt.




Der Zug sah ja fantastisch aus.Mit solch einem Zug wäre ich schnell in Frankfurt. Einfach Klasse.Na meine Mädchen, ihr braucht dann erst einmal Erholung, ist doch ganz schön anstrengend, aber schön.
AntwortenLöschenMutsch
Phantastisch! Phänomenal! Wunderbar!
AntwortenLöschenLangsam bekomme ich Lust auszuwandern :o)
Ich freu mich auf Weihnachten Vera! Dann setzen wir uns zusammen vor den Rechner und du musst mir noch viel zu den Fotos näher erklären.
Sicherlich ist es sehr anstrengend; man will ja möglichst viel in der kurzen Zeit sehen. Habt ihr schonmal japanische Touristen bei uns beobachtet.
SIE sind im absoluten Reisestress. Knipsen sich die Finger wund und eilen von einer Sehenswürdigkeit im Sauseschritt zur nächsten.
Steigst du nicht auf die Berge,
so siehst du auch nicht in die Ferne. fernöstl.Sprichwort
Tschüssi Karin :o)
Ps: bei uns ist alles soweit ok. Moe schaut auch, aber er ist ja bekanntlich
sehr sehr schreibfaul ;o)