Montag, 11. November 2013

Hello again :)

und wieder geht ein Tag in dieser wunderschönen Stadt zu Ende.
Mit etwas wenig Schlaf (Blog-Einträge dauern halt auch ihre Zeit ^^), sind wir gegen späten Vormittag los getrottet. Heute haben wir uns den Vierteln Shinjuku und Harajuku gewidmet.
Mit unserer geliebten Metro sind wir durch halb Tokyo gefahren (wir waren damit ca. 30 Min unterwegs) und haben schließlich das Hochhaus- und auch Shopping-Viertel Shinjuku erreicht. Hier war unsere erste Adresse die Citibank. Nachdem das Geld abheben jetzt endlich wieder funktioniert hatte, ist uns ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Danke nochmals an dieser Stelle lieber Erik für Deine Hilfe aus der Ferne!
Jetzt konnte das Shoppen ja endlich losgehen. Aber erst haben wir den Moment mal wieder in einem Starbucks-Café genossen. Ich glaube so oft wie in diesen Tagen, war ich noch nie bei Starbucks ^^. Danach haben wir auch schon einen Laden entdeckt, den wir bereits in Shibuya sehr toll fanden. Hier haben wir kräftig eingekauft und hatten dabei gar kein schlechtes Gewissen! :)
Nach unserer Shopping-Attacke haben wir noch das Rathaus von Tokyo aufgesucht. Bei Sonnenschein und milden Temperaturen sind wir quer durch's Viertel gestromert um das Rathaus zu finden. Ihr müsst Wissen, das Tokyo Rathaus ist hier nämlich ein Hochhaus mit mehr als 45 Stockwerken, von dem man einen tollen Blick über die Stadt hat. Wir also los und haben uns nach besten Wissen durch die Stadt navigiert. Leider nur in die komplett falsche Richtung. Möp. Ja, das passiert halt, wenn die Stadtpläne nicht immer nach Norden zeigen. Aber wir finden uns schon ziemlich gut zurecht ;)
Irgendwann, nachdem wir noch für die falsche Bahn ein Ticket gezogen hatten, haben wir schließlich die Haltestelle Tochomae erreicht. Ein sensationeller Blick bot sich uns dar. Kaum waren wir 5-10 Minuten in der Metro verschwunden, hatte sich das Wetter komplett gedreht und eine weltuntergangsartige Stimmung umgab das Rathaus von Tokio und auch uns. Es fing an zu regnen wir kamen endlich in den Genuss unsere neu erworbenen Regenschirme auszuprobieren (für 10 Meter, bis wir im Trockenen waren). Jetzt hieß es anstehen, bis wir kostenlos in den 45. Stock hinauffahren konnten um den fantastischen Blick über die Stadt genießen. Der Anblick war trotz Wetter, einfach nur herrlich. Überall nur Häuser und in weiter Entfernung ein Gebirge und ein Berg, der in der Wolkendecke verschwunden war - der Fuji-San. Wie gerne hätte ich diesen Berg gesehen. Denn bereits verborgen in den Wolken sah er unheimlich majestätisch aus. Aber vielleicht ein anderes Mal :)
Genauso imponierend beim Ausblick war die Veränderung des Wetters zu beobachten. Auf der einen Seite war der Sky Tree Tower im Dunst/Regen/Nebel der Stadt verhüllt, auf der anderen Seite reflektierten die Häuser in manchen Tokyo-Vierteln die Sonnenstrahlen. Gigantisch.
Mit hungrigen Mägen verließen wir schließlich Shinjuku und sind noch nach Harajuku gefahren. Einem im Prospekt als Mode und Themenpark beschriebenes Stadtviertel. Hier erhofften wir uns einige Cosplayer und verrückt gestylte Tokianer zu sehen. Doch leider wurden wir hier enttäuscht. Weder das eine noch das andere keuzte unseren Weg. So viel unsere Erkundung etwas kleiner aus, denn auch die Anstrengungen der letzten Tage und der fehlende Schlaf  ließ uns pflastermüde werden. In einem der vielen Convenient-Stors kauften wir uns etwas zu Essen. Wir probierte endlich die jap. Dampfnudel aus. So lecker! Gefüllt mit Schweinehack oder mit anderen Zutaten muss das jeder probieren, der mal hier in Japan ist. Wir kauften ein wenig Schmuck ein und machten uns schließlich 19 Uhr auf den Weg ins Hotel genauso wie gefühlte Milliarden andere Tokianer - die Rushhour hatte uns erwischt. Glücklicherweise war unsere Linie (die Ginza-Linie) nicht ganze schon schlimm betroffen. Es war zwar eng, aber noch erträglich.
Als Abendbrot gönnten wir uns noch ein paar Donuts, Dampfnudeln, Chips sowie unser gutes Kirin  und Sapporo Beer.
Wie ihr seht heute war es nicht ganz so spektakulär wie die letzen Tage. Doch wir haben wieder neue Stadtteile erkundet. Leider sind wir von dem lauten Chaos in Shibuya so begeistert und verwöhnt, dass normale Einkaufsstraßen dagegen etwas verblassen. Wie sollen wir jemals wieder in der Heimat einkaufen gehen? ;)

Ein paar Dinge möchte ich hier noch erwähnen, die wir in den letzten Beiträgen immer vergessen haben. Wir fühlen uns auf den Straßen sicherer als zu Hause. Wir wurden noch in kleinster Weise blöde angepöbelt oder dergleichen. Die Japaner sind stets freundlich und zuvorkommend. Man kann sie nur gerne haben.
Haben wir euch eigentlich schon erzählt, dass an unserer Metro-Station immer künstliches Vogelgezwitscher eingespielt wird? Oder, dass sich das Blinden-Signal der Ampeln wie die Zapfenlagen der Glühweinstände anhören?  Und stellt euch vor, für jede erdenkliche Situation, gibt es einen Japaner, der sich darum kümmert, wie z.B.  Ampelwächter, die trotz funktionierenden Ampeln den Verkehr regeln, Arbeiter, die die Geländer in den Metro-Stationen putzen, u.s.w.
Ein kleines Highlight ist für uns übrigens immer wenn wir neben den schick gekleideten Damen und den adretten Männern, auch mal Tokianer sehen, die im traditionellen Kimono durch die Stadt laufen.
Eine Stadt der Kontraste.

So, heute heißt es aber früh ins Bett gehen, denn morgen müssen wir zeitig aufstehen. Denn unsere Rundreise startet jetzt. Morgen werden wir den Kaiserpalast besuchen, nochmals nach Ginza fahren und diverse andere Sachen, die mir gerade nicht mehr einfallen. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir uns die drei Tage eigenständiges Tokio dazu gebucht haben, aber freuen uns auch sehr darauf morgen einfach mal wie Schafe der Herde hinterher zu trotten.

Oyasuminasai!

TokyoGalerie Tag 4









1 Kommentar:

  1. Ich freue mich auf den nächsten neuen Bericht.
    Herbert liest auch mit.
    Mutti

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