Dienstag, 12. November 2013

Erster Tag mit der Reisegruppe mit tollem Abendessen

Hallo,

hier schreibt wieder die rasende Reporterin ;)
Heute war wieder ein toller Tag. Um 8:20 Uhr wurden wir im Foyer unseres Hotels von der Reiseleitung und Gruppe erwartet. Vorher mussten wir jedoch noch Frühstücken, was sich im Gegensatz zu den letzten Tagen als ziemlich schwierig heraus stellte. Im Gegensatz zum Wochenende, war der Frühstücksraum übervoll und es bildete sich bereits eine Schlange vor dem Raum, die wir aber als solche nicht identifizierten. Wir also rein in den Raum und wollten wie gewohnt unsere Essensmarken gegen Tischreservierungen eintauschen. Wurden aber in gewohnter höflicher japanischer Art und Weise an das Ende der Schlange navigiert und unser Name auf eine Liste gesetzt. Peinlich. Nach ca. 5-10 Minuten war aber die Sache erledigt und wir konnten unser Frühstück einnehmen.
Frisch gestärkt haben wir unsere Reisegruppe dann im Bus kennen gelernt, OK, nicht ganz. Die Ersten haben wir bereits beim Frühstück kennen gelernt. Im Bus selber haben wir uns ganz nach hinten gesetzt, denn die Coolen sitzen immer ganz hinten. ;)
Unsere Gruppe besteht aus 23 Leuten inkl. Reiseleitung und das Durchschnittsalter liegt bei 45. Es gibt sowohl Alleinreisende, Pärchen, als auch Familien.
Unsere erste Station heute morgen führte uns nach Harajuku und haben uns den Meji-Schrein angeschaut. Sehr beeindruckend. Hier haben wir viel über die Mythologie, Shintoismus und Buddhismus gelernt. Danach ging es zu den Roppongi Hills und wir haben die Aussicht über Tokyo vom 50. Stockwerk des Mori Towers genossen. Heute waren wir dem Tokyo-Tower ein Stückchen näher. Der Fuji hatte sich jedoch wieder hinter einer Wolkendecke versteckt. Im Mori Tower konnten wir auch eine Kunstausstellung junger japanischer Künstler besuchen, die sich vordergründig mit dem Thema Fukushima auseinander gesetzt haben. Die Ausstellung war sehr emotional, fast schon verstörend, aber es war interessant zu sehen, wie die Japaner mit dem Thema umgehen und es durch die Kunst verarbeiten.
Anschließend fuhren nach Ginza um unseren Mittags-Stop zu machen. Hier teilte sich die Gruppe. Während die anderen der Reiseleitung hinterher trabten, sind Nepi und ich unseren eigenen Weg gegangen. Naaaa? Was gab es heute????? Jaaaaa – Dampfnudel oder auch Nikkoban genannt. Dazu lecker paniertes Hähnchen. Jummy! War das lecker. ;) Wir haben das Kabuki-Theater von außen gesehen und waren auch in einer der überteuerten Shopping-Meilen. Wo ein Damenweste 106.000 YEN kosten sollte, was umgerechnet um die 700 EUR sind. Wir sind dann wieder gegangen. Ginza, war wohl vor kurzem noch die teuerste Shopping-Meile der Welt! Das erklärt wohl einiges.
Unsere nächste Station führte uns zum Kaiserpalast, den wir leider nur von außen betrachten konnten. Als vorletzte Station steuerten wir einen wunderschönen Park an – Hama Rikyu. Das coolste Erlebnis hier war ein alter Japaner, der uns anbot uns zu fotografieren. Wir überließen ihm die Kamera und er ging total darin auf und machte schöne Fotos von uns. Wir kamen dann noch etwas ins Gespräch mit ihm und er fragte, woher wir kommen. Wir antworteten mit „Germany“ und er deutete daraufhin auf seine Mütze: „Deutscher Fussballbund“... Na super! Der gute Mann arbeitete wohl manchmal in Düsseldorf und findet Deutschland ganz toll. Wieder eine schöne Situation.
Apropos Situation. Mir fällt gerade noch etwas von gestern ein. Nepi und ich konnten im Starbucks ein Geschäftsmeeting beobachten und wie sich Japaner dabei verhalten. D.h. höflich verbeugen, Visitenkarte mit beiden Händen überreichen, gründlich lesen, bedanken und ebenfalls die eigene Visitenkarte übergeben. Toll! :D

Den heutigen offiziellen Teil haben wir in Asakusa abgeschlossen – unserem Kiez.
Hier lernten wir etwas mehr über den Tempel und Schrein des Viertels kennen.
Doch der eigentliche Abend endete heute in einem Izakaya – einer japanischen Kneipe, die uns die Reiseleitung empfohlen hatte. Das war auch echt ein Highlight, weil Ausländer dort wohl eher weniger rein kommen. Unsere Leitung übernahm das Bestellen und erklärte uns alles. Wir tranken gemütlich unsere Bierchen und Sake und es wurden 10   und Weißkohl mit einem Wasabi-Dip, Reis, gebackene Nudeln, Lotus-Chips, gegrillter Pilzspieße und eine grüne Gemüseart am Spieß, an dessen Namen wir uns nicht mehr erinnern können. War auf jedenfalls optisch eine Mischung aus Peperoni/Zucchini.  
unterschiedliche Speisen gereicht. Die wir untereinander teilten. D.h. je 4 Leute haben sich eine Platte geteilt. Somit konnten wir ganz viele neue Speisen verkosten und es war bisher mit Abstand das beste Essen, was wir hatten. Ich versuche das mal alles wieder zugeben: jap. Bohnen, die man zum Bier gut verzehren kann. Bonito, ein Stückchen roher Fisch, der zart wie Butter war und nur ganz sanft nach Fisch geschmeckt hat. Frittiertes Hähnchen in zweierlei Form. Gemüsesticks
Die Stimmung beim Essen war sehr schön und wir haben uns gut unterhalten. Es war lustig und ich hoffe, wir bekommen noch öfter die Gelegenheit.
Morgen geht es für den Rest der Gruppe nach Nikko und wir werden den Tokyo-Tower besichtigen und nochmals nach Shibuya fahren. Diesen Eindruck müssen wir einfach nochmal einfangen, damit wir ihn nicht vergessen.
Wir sind sehr glücklich, dass wir uns Tokyo alleine erarbeitet haben. Diese Erfahrung wollen wir nicht missen wollen, besonders jetzt da wir wissen, was das reguläre Rundreiseprogramm in Tokyo angeboten hat.  Nämlich viel zu wenig für unsere Interessen.






2 Kommentare:

  1. Die kleinen bunten Bonsais haben mir besonders gefallen.
    Mutti

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  2. Hallo Ihr Lieben :o)
    Anhand der Fotos mit den wunderschönen Reiseberichten
    und der eigenen Vorstellungskraft, kann man den Zauber dieses Landes deutlich erahnen.
    So bezaubernd wie alles ist, so erschöpft werdet ihr wohl auch sein.Oder?
    slow flow und weiterhin viel Freude wünscht KarinMom :o)

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