Hallo,
hier schreibt wieder die rasende Reporterin ;)
Heute war wieder ein toller Tag. Um 8:20 Uhr wurden wir im
Foyer unseres Hotels von der Reiseleitung und Gruppe erwartet. Vorher mussten
wir jedoch noch Frühstücken, was sich im Gegensatz zu den letzten Tagen als ziemlich
schwierig heraus stellte. Im Gegensatz zum Wochenende, war der Frühstücksraum
übervoll und es bildete sich bereits eine Schlange vor dem Raum, die wir aber
als solche nicht identifizierten. Wir also rein in den Raum und wollten wie gewohnt
unsere Essensmarken gegen Tischreservierungen eintauschen. Wurden aber in
gewohnter höflicher japanischer Art und Weise an das Ende der Schlange
navigiert und unser Name auf eine Liste gesetzt. Peinlich. Nach ca. 5-10
Minuten war aber die Sache erledigt und wir konnten unser Frühstück einnehmen.
Frisch gestärkt haben wir unsere Reisegruppe dann im Bus
kennen gelernt, OK, nicht ganz. Die Ersten haben wir bereits beim Frühstück
kennen gelernt. Im Bus selber haben wir uns ganz nach hinten gesetzt, denn die
Coolen sitzen immer ganz hinten. ;)
Unsere Gruppe besteht aus 23 Leuten inkl. Reiseleitung und
das Durchschnittsalter liegt bei 45. Es gibt sowohl Alleinreisende, Pärchen,
als auch Familien.
Unsere erste Station heute morgen führte uns nach Harajuku
und haben uns den Meji-Schrein angeschaut. Sehr beeindruckend. Hier haben wir
viel über die Mythologie, Shintoismus und Buddhismus gelernt. Danach ging es zu
den Roppongi Hills und wir haben die Aussicht über Tokyo vom 50. Stockwerk des
Mori Towers genossen. Heute waren wir dem Tokyo-Tower ein Stückchen näher. Der
Fuji hatte sich jedoch wieder hinter einer Wolkendecke versteckt. Im Mori Tower
konnten wir auch eine Kunstausstellung junger japanischer Künstler besuchen,
die sich vordergründig mit dem Thema Fukushima auseinander gesetzt haben. Die
Ausstellung war sehr emotional, fast schon verstörend, aber es war interessant
zu sehen, wie die Japaner mit dem Thema umgehen und es durch die Kunst
verarbeiten.
Anschließend fuhren nach Ginza um unseren Mittags-Stop zu
machen. Hier teilte sich die Gruppe. Während die anderen der Reiseleitung
hinterher trabten, sind Nepi und ich unseren eigenen Weg gegangen. Naaaa? Was
gab es heute????? Jaaaaa – Dampfnudel oder auch Nikkoban genannt. Dazu lecker
paniertes Hähnchen. Jummy! War das lecker. ;) Wir haben das Kabuki-Theater von
außen gesehen und waren auch in einer der überteuerten Shopping-Meilen. Wo ein
Damenweste 106.000 YEN kosten sollte, was umgerechnet um die 700 EUR sind. Wir
sind dann wieder gegangen. Ginza, war wohl vor kurzem noch die teuerste
Shopping-Meile der Welt! Das erklärt wohl einiges.
Unsere nächste Station führte uns zum Kaiserpalast, den wir
leider nur von außen betrachten konnten. Als vorletzte Station steuerten wir
einen wunderschönen Park an – Hama Rikyu. Das coolste Erlebnis hier war ein
alter Japaner, der uns anbot uns zu fotografieren. Wir überließen ihm die
Kamera und er ging total darin auf und machte schöne Fotos von uns. Wir kamen
dann noch etwas ins Gespräch mit ihm und er fragte, woher wir kommen. Wir
antworteten mit „Germany“ und er deutete daraufhin auf seine Mütze: „Deutscher
Fussballbund“... Na super! Der gute Mann arbeitete wohl manchmal in Düsseldorf
und findet Deutschland ganz toll. Wieder eine schöne Situation.
Apropos Situation. Mir fällt gerade noch etwas von gestern
ein. Nepi und ich konnten im Starbucks ein Geschäftsmeeting beobachten und wie
sich Japaner dabei verhalten. D.h. höflich verbeugen, Visitenkarte mit beiden
Händen überreichen, gründlich lesen, bedanken und ebenfalls die eigene
Visitenkarte übergeben. Toll! :D
Den heutigen offiziellen Teil haben wir in Asakusa
abgeschlossen – unserem Kiez.
Hier lernten wir etwas mehr über den Tempel und Schrein des
Viertels kennen.
Doch der eigentliche Abend endete heute in einem Izakaya –
einer japanischen Kneipe, die uns die Reiseleitung empfohlen hatte. Das war
auch echt ein Highlight, weil Ausländer dort wohl eher weniger rein kommen.
Unsere Leitung übernahm das Bestellen und erklärte uns alles. Wir tranken
gemütlich unsere Bierchen und Sake und es wurden 10 und Weißkohl mit einem Wasabi-Dip, Reis,
gebackene Nudeln, Lotus-Chips, gegrillter Pilzspieße und eine grüne Gemüseart
am Spieß, an dessen Namen wir uns nicht mehr erinnern können. War auf
jedenfalls optisch eine Mischung aus Peperoni/Zucchini.
Die Stimmung beim Essen war sehr schön und wir haben uns gut
unterhalten. Es war lustig und ich hoffe, wir bekommen noch öfter die
Gelegenheit.
Morgen geht es für den Rest der Gruppe nach Nikko und wir
werden den Tokyo-Tower besichtigen und nochmals nach Shibuya fahren. Diesen
Eindruck müssen wir einfach nochmal einfangen, damit wir ihn nicht vergessen.
Wir sind sehr glücklich, dass wir uns Tokyo alleine
erarbeitet haben. Diese Erfahrung wollen wir nicht missen wollen, besonders
jetzt da wir wissen, was das reguläre Rundreiseprogramm in Tokyo angeboten hat.
Nämlich viel zu wenig für unsere
Interessen.




Die kleinen bunten Bonsais haben mir besonders gefallen.
AntwortenLöschenMutti
Hallo Ihr Lieben :o)
AntwortenLöschenAnhand der Fotos mit den wunderschönen Reiseberichten
und der eigenen Vorstellungskraft, kann man den Zauber dieses Landes deutlich erahnen.
So bezaubernd wie alles ist, so erschöpft werdet ihr wohl auch sein.Oder?
slow flow und weiterhin viel Freude wünscht KarinMom :o)