Montag, 11. November 2013

Hello again :)

und wieder geht ein Tag in dieser wunderschönen Stadt zu Ende.
Mit etwas wenig Schlaf (Blog-Einträge dauern halt auch ihre Zeit ^^), sind wir gegen späten Vormittag los getrottet. Heute haben wir uns den Vierteln Shinjuku und Harajuku gewidmet.
Mit unserer geliebten Metro sind wir durch halb Tokyo gefahren (wir waren damit ca. 30 Min unterwegs) und haben schließlich das Hochhaus- und auch Shopping-Viertel Shinjuku erreicht. Hier war unsere erste Adresse die Citibank. Nachdem das Geld abheben jetzt endlich wieder funktioniert hatte, ist uns ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Danke nochmals an dieser Stelle lieber Erik für Deine Hilfe aus der Ferne!
Jetzt konnte das Shoppen ja endlich losgehen. Aber erst haben wir den Moment mal wieder in einem Starbucks-Café genossen. Ich glaube so oft wie in diesen Tagen, war ich noch nie bei Starbucks ^^. Danach haben wir auch schon einen Laden entdeckt, den wir bereits in Shibuya sehr toll fanden. Hier haben wir kräftig eingekauft und hatten dabei gar kein schlechtes Gewissen! :)
Nach unserer Shopping-Attacke haben wir noch das Rathaus von Tokyo aufgesucht. Bei Sonnenschein und milden Temperaturen sind wir quer durch's Viertel gestromert um das Rathaus zu finden. Ihr müsst Wissen, das Tokyo Rathaus ist hier nämlich ein Hochhaus mit mehr als 45 Stockwerken, von dem man einen tollen Blick über die Stadt hat. Wir also los und haben uns nach besten Wissen durch die Stadt navigiert. Leider nur in die komplett falsche Richtung. Möp. Ja, das passiert halt, wenn die Stadtpläne nicht immer nach Norden zeigen. Aber wir finden uns schon ziemlich gut zurecht ;)
Irgendwann, nachdem wir noch für die falsche Bahn ein Ticket gezogen hatten, haben wir schließlich die Haltestelle Tochomae erreicht. Ein sensationeller Blick bot sich uns dar. Kaum waren wir 5-10 Minuten in der Metro verschwunden, hatte sich das Wetter komplett gedreht und eine weltuntergangsartige Stimmung umgab das Rathaus von Tokio und auch uns. Es fing an zu regnen wir kamen endlich in den Genuss unsere neu erworbenen Regenschirme auszuprobieren (für 10 Meter, bis wir im Trockenen waren). Jetzt hieß es anstehen, bis wir kostenlos in den 45. Stock hinauffahren konnten um den fantastischen Blick über die Stadt genießen. Der Anblick war trotz Wetter, einfach nur herrlich. Überall nur Häuser und in weiter Entfernung ein Gebirge und ein Berg, der in der Wolkendecke verschwunden war - der Fuji-San. Wie gerne hätte ich diesen Berg gesehen. Denn bereits verborgen in den Wolken sah er unheimlich majestätisch aus. Aber vielleicht ein anderes Mal :)
Genauso imponierend beim Ausblick war die Veränderung des Wetters zu beobachten. Auf der einen Seite war der Sky Tree Tower im Dunst/Regen/Nebel der Stadt verhüllt, auf der anderen Seite reflektierten die Häuser in manchen Tokyo-Vierteln die Sonnenstrahlen. Gigantisch.
Mit hungrigen Mägen verließen wir schließlich Shinjuku und sind noch nach Harajuku gefahren. Einem im Prospekt als Mode und Themenpark beschriebenes Stadtviertel. Hier erhofften wir uns einige Cosplayer und verrückt gestylte Tokianer zu sehen. Doch leider wurden wir hier enttäuscht. Weder das eine noch das andere keuzte unseren Weg. So viel unsere Erkundung etwas kleiner aus, denn auch die Anstrengungen der letzten Tage und der fehlende Schlaf  ließ uns pflastermüde werden. In einem der vielen Convenient-Stors kauften wir uns etwas zu Essen. Wir probierte endlich die jap. Dampfnudel aus. So lecker! Gefüllt mit Schweinehack oder mit anderen Zutaten muss das jeder probieren, der mal hier in Japan ist. Wir kauften ein wenig Schmuck ein und machten uns schließlich 19 Uhr auf den Weg ins Hotel genauso wie gefühlte Milliarden andere Tokianer - die Rushhour hatte uns erwischt. Glücklicherweise war unsere Linie (die Ginza-Linie) nicht ganze schon schlimm betroffen. Es war zwar eng, aber noch erträglich.
Als Abendbrot gönnten wir uns noch ein paar Donuts, Dampfnudeln, Chips sowie unser gutes Kirin  und Sapporo Beer.
Wie ihr seht heute war es nicht ganz so spektakulär wie die letzen Tage. Doch wir haben wieder neue Stadtteile erkundet. Leider sind wir von dem lauten Chaos in Shibuya so begeistert und verwöhnt, dass normale Einkaufsstraßen dagegen etwas verblassen. Wie sollen wir jemals wieder in der Heimat einkaufen gehen? ;)

Ein paar Dinge möchte ich hier noch erwähnen, die wir in den letzten Beiträgen immer vergessen haben. Wir fühlen uns auf den Straßen sicherer als zu Hause. Wir wurden noch in kleinster Weise blöde angepöbelt oder dergleichen. Die Japaner sind stets freundlich und zuvorkommend. Man kann sie nur gerne haben.
Haben wir euch eigentlich schon erzählt, dass an unserer Metro-Station immer künstliches Vogelgezwitscher eingespielt wird? Oder, dass sich das Blinden-Signal der Ampeln wie die Zapfenlagen der Glühweinstände anhören?  Und stellt euch vor, für jede erdenkliche Situation, gibt es einen Japaner, der sich darum kümmert, wie z.B.  Ampelwächter, die trotz funktionierenden Ampeln den Verkehr regeln, Arbeiter, die die Geländer in den Metro-Stationen putzen, u.s.w.
Ein kleines Highlight ist für uns übrigens immer wenn wir neben den schick gekleideten Damen und den adretten Männern, auch mal Tokianer sehen, die im traditionellen Kimono durch die Stadt laufen.
Eine Stadt der Kontraste.

So, heute heißt es aber früh ins Bett gehen, denn morgen müssen wir zeitig aufstehen. Denn unsere Rundreise startet jetzt. Morgen werden wir den Kaiserpalast besuchen, nochmals nach Ginza fahren und diverse andere Sachen, die mir gerade nicht mehr einfallen. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir uns die drei Tage eigenständiges Tokio dazu gebucht haben, aber freuen uns auch sehr darauf morgen einfach mal wie Schafe der Herde hinterher zu trotten.

Oyasuminasai!

TokyoGalerie Tag 4









Sonntag, 10. November 2013

Shibuya oder die Hände am Schweinepo!

Hello again : )

Und wieder geht ein Tag in Tokyo seinem Ende zu. Während ich das schreibe ist es hier Ortszeit Mitternacht…das Ende eines wirklich wundervollen Tages! Ein Tag mehr, den Mel und ich so schnell nicht wieder vergessen werden.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg die Suche nach dem Pokémon-Center fortzusetzen. Unser zweiter Versuch führte uns ins Stadtviertel Ginza, wie wir ja gestern von der wirklich reizenden Tokioterin erfahren hatten. Mit der Metro ging es flott zur richtigen Station…doch der Fußmarsch zum Ziel erwies sich als etwas schwieriger. Wir hatten zwar eine Karte dabei die uns den Weg weisen sollte, doch die nützt einem nicht viel, wenn man keine Straßennamen lesen kann. Verdammte Schriftzeichen ; ) Mel und ich wurden ungeduldig, irgendwo hier musste dieses Pokémon-Center doch sein! Ich also wieder in den nächsten Laden und mit mittlerweile mehr Übung auf japanisch danach gefragt. 
"Pokémon-Center wa doko desu ka?" Die kleine Kassiererin wusste es leider nicht, rief aber sofort ihren älteren Chef herbei. Der verstand was wir suchten und bedeutete uns mit freundlichen Gesten ihm nach draußen auf die Straße zu folgen. Wir dachten er würde uns mit der Hand die Richtung zeigen… aber weitgefehlt. Der liebe Japaner lief einfach los…und machte Zeichen, dass wir ihm folgen sollten. :D Mel und ich trabten also schweigend und ein bisschen überwältigt von soviel Hilfsbereitschaft dem netten Mann hinterher. Bis ganz vor die Tür des Pokémon-Centers hat er uns zwar nicht geführt, aber so gut wie. Mit seiner Hilfe war der Rest ein Klacks und wir bedankten uns glücklich.
Endlich waren wir da, im Pokemon-Center! Überwältigend! Ein einziger Laden vollgepackt mit Pokémon-Merchandise und quirligen Kindern mit leuchtenden Augen plus resignierter Eltern die jedes Kuscheltier und jedes Spielzeug willig bezahlten. Mel hat es recht lange mit mir dort ausgehalten, vielen Dank dafür *schmatz* Hat echt Spaß gemacht und für mich ein neues Highlight! (gekauft hab ich natürlich auch ein bisschen was ; )

Der nächste Halt für uns war dann Shibuya. Im Reiseführer stand, es ist das angesagte Szene-Viertel  für Teenager zum Shoppen und Spaß haben. Von Bildern wussten wir schon in etwa was uns erwartet, doch es selbst zu erleben war einfach etwas ganz anderes und unglaublich toll!

Gerade an der Shibuya-Station angekommen wollten wir uns vorher noch mit einem Kaffee stärken. Weil Mel gerne was im Internet nachschauen wollte, entschieden wir uns für ein Starbucks. Gesagt getan, kaum haben wir unseren Kaffee in der Hand und suchen uns ein geeignetes Plätzchen sehen wir den gigantischen Ausblick auf die berühmte Shibuya-109 Kreuzung! Wahnsinn! Von bestimmt 6 verschiedenen Seiten strömen da Menschen über die Ampeln, umrahmt von Hochhäusern mit Werbeschildern und gigantischen Fernsehern. Wir konnten uns kaum sattsehen und konnten es auch kaum erwarten uns ebenfalls in das Getümmel dieser Shopping-Meile zu stürzen.
Es war ein wirklich überwältigendes Gefühl sich mit den vielen Japanern um uns herum den Weg über die große Kreuzung zu bahnen…und das vor dieser Kulisse! Das Bummeln konnte losgehen!
Gleich am ersten Stand wurde Mel fündig - die weiße Nagetiermütze mit den niedlichen Öhrchen war wie für sie gemacht ; D Wie berauscht von den vielen Straßen mit unzähligen Shops, den ganzen Lichtern, Werbefilmen und der Musik die hier überall aus den Lautsprechern trällerte, ließen wir uns einfach treiben und genossen diese so fremde, aber unheimlich aufregende und einnehmende Szene Japans.
Anfangs war es schwer unter den vielen Eindrücken nicht die Orientierung zu verlieren und wir mussten ständig auf unserer Karte nachschauen. Einmal fragte ich auch einen Polizisten, der mir ganz lieb in gutem Englisch unseren Standpunkt auf der Karte zeigte. Tjaja…hier ist es manchmal wichtiger zu wissen wo man ist, und nicht wo man hin will!
Nach dem ersten Shoppingtrubel war uns nach  Entspannung. Wir hatten von einer japanischen Shisha-Bar gelesen und waren sofort begeistert! Nach einem lustigen Fehlversuch besagte ShishaBar zu finden (wir sind im falschen Haus in den 6.Stock gefahren…und standen plötzlich in einem ranzigen, leeren Flur - also wieder runter mit dem Fahrstuhl ^^)  ließen wir uns doch in einem recht lauschigen Raum in der Shishabar nieder. Die Fenster waren mit Tüchern abgehängt und aus den Lautsprechern drang chillige, japanische LoungeMusik. Cool : ) Wir also eine Shisha bestellt, auch wenn wir uns über die Preise nicht sicher waren. Auch Getränke wurden uns nicht angeboten, doch alle um uns herum hatten was zu trinken. Die Shisha selbst war super, sehr lecker und langanhaltend. Aber Durst hatten wir schon! Ich also WIEDER die netten Japaner nebenan angequatscht… und es stellte sich heraus  dass man sich an einem Kühlschrank in der einen Ecke der bar einfach selbstbedienen sollte. Das kannten wir so auch noch nicht. Nach unserer wirklich entspannenden Shisha-Pause wurde dann bezahlt und die Shibuya-Tour konnte weitergehen.
Inzwischen war es draußen dunkel geworden (und das um halb 5!) und die buntbeleuchteten Straßen jetzt so zu sehen war nochmal ein ganz neues Erlebnis! Eine der vielen Spielhallen erregte dann unsere Aufmerksamkeit, aus der laut und kreischend die vielen Sounds und Musiken der ganzen Automaten schepperte. Tinitus hoch 10 aber wir hatten unseren Spaß! Mel hat ein lustiges Spiel ausprobiert, in dem sie eine Art Hindernisrennen laufen musste: mit den Händen am Hintern eines bunten Schweinchens!  Schaut euch die Fotos an, es war herrlich ^_^ An einem Greifer-Automaten hat sie dann sogar noch ein kleines Stofftierchen gewonnen, das Ähnlichkeit mit einem Meerschweinchen hat, aber wohl in Wahrheit ein Pferd sein soll. Hehe, es war einfach lustig!

Langsam hatten wir aber Hunger und die Füße taten auch schon weh. Also machten wir uns auf den Rückweg. Am gestrigen Abend hatten wir schon ein sehr ansprechend aussehendes japanisches Restaurant in unserem Kiez entdeckt das wir gerne einmal besuchen wollten. Sie hatten auch noch eine englische karte also ein großes Plus ; ) 
Der laden war schön traditionell eingerichtet, wirkte sehr einladend und irgendwie familiär. Wir wurden auch wie alle Gäste beim Eintreten laut vom Chef begrüßt, auf den ebenfalls der Chor der anderen Mitarbeiter folgte. Neugierig studierten wir die karte und konnten aus bei dem großen Angebot kaum entscheiden. Und es sah alles so lecker aus! Letztendlich sind es dann zur Vorspeise wieder die geliebten Yakitori-Spieße geworden, diesmal aber mit leckerer Teriyaki-Marinade, und zur Hauptspeise gabs das sogenannte "Unagi Kamemashi" Ein gedämpfter Reistopf gegart in leckerer Suppe und als Highlight Aal! Drüber dann noch kleine Lauchzwiebelchen und etwas Wasabi - LECKER!!! Ich hatte Aal noch nie gegessen und war von diesem Essen wirklich begeistert (Mel auch ^^) Besonders und diesem kleinen Laden! Die Bedienungen waren alle so nett und irgendwie lustig drauf. Ständig erklang gut gelaunt der Chor wenn Gäste sich verabschiedeten oder neue Gäste hereinkamen. Besonders der Chef war irgendwie niedlich und Mel und ich haben uns einfach nur wohl gefühlt.

Wohl gestärkt vom leckeren Essen gings dann fix ins Hotel, Sachen ablegen und dann nochmal los Richtung "Sky Tree Tower", den hatten wir ja schon aus der Ferne gesehen doch wir wollten ihn jetzt auch endlich aus der Nähe sehen. Ein abendlicher Spaziergang am Ufer des  "Sumida Gaba" Flusses entlang führte uns dann zum Tower, der aus der Nähe wirklich noch beeindruckender war. 

Mit jedem neuen Tag fühlen wir uns nach Erlebnissen wie diesen immer wohler in Tokyo. Die anfängliche Gehemmtheit ist sogut wie verschwunden und weil wir so langsam den Bogen raushaben, wie das Leben hier in Japan so tickt, macht es viel mehr Spaß alles auszuprobieren und sich dabei auch sicher und gut zu fühlen. Gut, wir haben schon das Gefühl als Ausländer etwas aufzufallen, aber wirklich stören tut es uns nicht. Hier in Japan ist irgendwie alles so frei und ungezwungen. Hier und da sehen wir mal ein paar Nicht-Asiaten, aber eher selten. Darum werden wir schon von dem ein oder anderen etwas länger beäugt, doch bisher noch niemals so dass es unangenehm wäre. Vielmehr flirten wir in U-Bahnen schon mit kleinen japanischen Babies und freuen uns wenn sowohl das Baby, als auch die Eltern freundlich zurücklächeln und uns mit einem winkenden "Bai Bai" verabschieden.

PS.: Die Vorweihnachtszeit hat hier für uns schon begonnen. Heute beim Frühstück gab es bereits die volle Dröhnung "Rudolf the Red Nosed Reindeer" und "Silent Night" und am SkytreeTower war schon der Weihnachtsmarkt aufgebaut. In diesem Sinne: HO-HO-HO auf japanisch und Gute Nacht : )




Samstag, 9. November 2013

Reizüberflutung in Akihabara

Konbanwa mina-san,

gerade sind wir von einer 10-Stunden-Tour zurück und sichern die Fotos des heutigen Tages.
Nach unserem langen gestrigen Tag sind wir gegen 22 Uhr schlafen gegangen. Gegen halb vier waren wir jedoch beide hellwach und hatten schon Sorge nicht mehr schlafen zu können. Doch wir wurden eines Besseren belehrt. Das einzige was uns am schnellen Einschlafen hinderte war ein wunderbar leckerer Geruch, der sich durch unseren Fensterspalt ins Zimmer schlich.
Vermutlich waren das bereits die Vorbereitungen für unser tolles Frühstück. Jedenfalls machte dieser leckere Duft meinem Magen bewusst, dass er Hunger hatte. Denn außer dem Flugzeug-Frühstück und dem kleinen Snack am Abend hatten wir nichts gegessen.
Gegen halb acht sind wir dann zum Frühstück gespurtet (nach einer kleinen Skype-Session mit meinem Mann *in Love*).
Das Angebot war sehr umfangreich. Es gab sowohl westliches als auch japanisches Frühstück. Nachdem wir unseren größten Hunger mit Rührei und Co. gestillt hatten, haben wir uns auch an das japanische Frühstück getraut. Es gab Reis, geräucherten Fisch, frittierte Schweinehäppchen und frittierte Austern  (was Nepi aber erst später heraus gefunden hatte, denn sonst hätte sie es nicht gegessen *grins*). Kurz es war lecker, neu und aufregend.

Nach dem Frühstück sind wir mit 2l Wasser im Gepäck nach Akihabara gefahren um das Anime Center zu finden. Keine Ahnung, ob wir es wirklich gefunden haben, aber wir waren auf einer Anime-Meile, auf der wir von einem Shop in den nächsten Shop gehuscht sind. Von reinen Manga-Shops mit unendlich vielen Mangas, über Nintendo-Shops zu Läden, die ausschließlich Anime-Figuren verkaufen. Nicht zu vergessen die Game-Center, in denen man spielen kann.
Wie könnt ihr euch das vorstellen? Laut, bunt, schrill, eine Reizüberflutung vom Feinsten. Vier oder mehr Anime-Videos oder Musikspots die gleichzeitig laufen und sich versuchen zu übertrumpfen.  Manche der Läden waren sehr eng und verwinkelt, doch vollgestopft bis zur Decke mit Merchendise. Wir kamen aus dem Kucken nicht raus. Haben auch ordentlich eingekauft: Figürchen, Zubehör für den Kaufmannsladen, Second-Hand CDs für 100 YEN pro Stück, Tassen, Artbook und Süßigkeiten und mehr :D Es hat einfach nur Spaß gemacht und wir waren wie im Rausch ;)
Eins muss ich hier noch erwähnen. Die Japaner sind wirklich sehr höflich und perfekt. Höflich, weil sie jeden Kunden beim Betreten oder Verlassen des Geschäfts begrüßen oder verabschieden. Perfekt, da sie auch beim Eintüten von waren auf Perfektion bestehen, so wurde Nepis Tüte noch minutenlang entknittert und gerade gerückt, bevor diese an sie übergeben wurde. Zitat Nepi: "Das war schon niedlich."
Doch zurück nach Akihabara, denn das Mysterium Manga-Laden muss ich noch näher beschreiben. Mangas, so weit das Auge reicht und über alle Genre, die man sich vorstellen kann. Das Klientel besteht überwiegend aus Männern (aller Altersklassen). Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass 20% des Geschäftes aus Hentai-Mangas besteht. Wir konnten es uns nicht verkneifen und haben uns die Sache etwas näher angeschaut ;) Irgendwann wurde vor allem mir diese Reizüberflutung zu viel und wir beschlossen noch in den Ueno-Park zu gehen um etwas Ruhe zu finden. Auf dem Weg zur Akihabara-Metro-Station haben wir jedoch noch einen kleinen Happen gegessen, was ziemlich lecker war. Es war ein frittierter Ball aus irgendwas mit Curry in der Mitte. Total lecker! :D

Nun aber auf zum Ueno-Park. Und so langsam muss ich sagen,  sind wir schon alten Hasen, was Metro-Fahren angeht. Zumindest finden wir uns inzwischen gut zurecht ^^
Der Ueno-Park war wirklich sehr schön. Ein sehr großer angelegter Park mit einem Zoo, Tempeln und beeindruckenden Kirschbaum-Alleen. Im Frühjahr muss es wundervoll sein, dort entlang zu flanieren. Auch Ahorn-Bäume standen am Wegrand, doch leider waren die Blätter noch nicht in ein tiefes Rot gefärbt. Schaaadeee. Gegen Ende unseres Spaziergangs haben wir noch an den süßen Imbiss-Buden einen Snack zu uns genommen. Wie genau das hieß, weiß ich nicht, aber es bestand aus Ei, Kohl, Speck, irgendeine Art Shrimp und noch eine Masse, die das ganze zusammen gehalten hat. Neu, aber durchaus lecker.

Gestärkt haben wir dann beschlossen noch ins Pokémon-Center zu gehen. Dazu mussten wir nach Nihombashi fahren, jedenfalls war das unser letzte Info laut Reisebuch. Doch wir haben das Center leider nicht gefunden. Als wir schon etwas verzweifelt waren, hat Nepi auf meine Drängen hin, eine Tokianerin nach dem Weg gefragt. In einem Mix aus Englisch/Japan-Bröckchen hat sie nach dem Center gefragt... "Suimasen... do you speak English?"... "haaaaaa.....iieee" ..."Pokémon Center - doko?"
Ok, um es kurz zu machen, die wirklich herzallerliebste Frau wusste es nicht. Auch als ein japanischer Passant sich einmischte und auf Englisch fragte, was wir denn wollten haben wir zu viert keine Lösung gefunden. Die nette Dame hatte dann angeboten, dass wir zu ihr ins Büro gehen könnten um am PC zu recherchieren. (Was wir nur wussten, weil der Passant für uns den Dolmetcher spielte). Doch dies haben wir dann höflich abgelehnt. Letztendlich hat sie noch einen Versuch gestartet und in einem Geschäft die Verkäuferin gefragt. Diese meinte, dass das Center am Bahnhof Hamamatsucho zu finden sei. Vielen Dank liebe Japaner für diesen Moment! Vielen Dank für diese süße und liebe Frau und so viel Hilfsbereitschaft.

Beschwingt von diesem Moment haben wir die Pokémon-Center-Suche auf morgen verlegt und noch mal den Geld-Abhebe-Versuch gestartet. Dazu mussten wir nach Ginza fahren. Ginza liegt mittig/südlich von Tokyo und ist  die gehobeneShopping Meile. Wir haben die Citibank auch tatsächlich gefunden, doch leider war das Abheben nicht möglich. Doch wir sind guter Dinge, dass wir das die Tage noch hinbekommen :)

Inzwischen war es schon nach 19 Uhr und die ersten Läden schlossen schon. Somit schlugen wir den Rückweg zu unserem Hotel ein.

Jetzt sitzen wir hier und begutachten unsere Einkäufe bei einer Dose Bier und lassen den Abend gemütlich ausklingen.

Morgen geht's ins Pokémon-Center und danach nach Shibuya - shoppen!!! ^^ Das Leben ist schön!

Vielen Dank für Eure Kommentare, wir freuen uns sehr über die fleißigen Leser. Bitte hinterlasst doch wenigstens einen Namen, damit wir wissen, wer ihr seid :)

Hier noch ein paar Eindrücke, mehr gibt es wieder in der Galerie: TokyoGalerie Tag 2.









Freitag, 8. November 2013

Tokyo, erster Eindruck : )

Hallo zusammen,
Nepi hier. Die Mel duscht grad und ich dachte mir ich schreibe noch kurz auf was wir nach unserem doch etwas holprigen Start am Narita Flughafen (jaja das liebe Geld...) in Tokyo schon erlebt haben!
Wir hatten ja die Tickets endlich alle beisammen die wir für eine einzelne Fahrt vom Flughafen nach Tokyo brauchten und sogar Tagestickets für die nächsten 4 Tage für die meisten Tokyo-Metrolinien die es hier so gibt.
Doch nur das Ticket alleine macht noch keine erfolgreiche Fahrt. Und darum hieß es wieder: Infotafeln suchen und bestenfalls verstehen, U-bahn und Streckennetze kontrollieren, die Gleisnummerierung finden, abgleichen...CHAOS! Die Japaner sollten dringend an ihrer Usability arbeiten, besonders was Infomaterial betrifft. ö_ö Nichts scheint da wirklich Sinn zu machen, aber gut wir wollen uns ja nicht beschweren ; )

Wir waren uns nicht ganz sicher ob wir in den richtigen Zug Richtung Tokyo steigen, aber irgendwann war es uns fast egal, Hauptsache weg von diesem Flughafen XD Letztendlich haben wir aber auch die richtige Bahn erwischt! Die Bahn übrigens war ein echter Hingucker, von innen. Überall Reklamezettel die von der Decke hängen! Absolute Reizüberflutung, aber das sollte sich wohl als absolut typisch für Tokyo herausstellen ^^
An unserer Haltestelle nicht weit vom Hotel entfernt konnten wir dann endlich Tokyoluft schnuppern. Tolle Stadt, auf jeden Fall! : ) Das Viertel hier wirkt sehr voll und eng, überall gibt es kleine Geschäfte, besonders viele Restaurants und Nudelbars. : ) Und trotzdem wirken die Straßen erstaunlich ruhig! Die Japaner sind sowieso sehr still ist uns aufgefallen, stellenweise fast schon unheimlich. Ein sehr zurückgezogenes Völkchen (das aber nichts gegen nahen Körperkontakt in zum Beispiel Zügen hat ; )
Unser erstes Ziel war dann unser Hotel, was ohne Probleme zu finden war. Schnell eingecheckt und das Zimmer begutachtet. Sehr eng, aber irgendwie niedlich ^_^ Hier werden wirs 6 Nächte gut aushalten! Das "Bad", wenn man es denn so nennen kann und unglaublich klein. Ein bisschen fühlt man sich wie beim Campen. Aber gut es ist funktional. Und die japanischen Klos sind wirklich so verspielt mit allem möglichen SchnickSchnack wie es die Gerüchte sagen.

Wir waren nun fast seit 20 Stunden wach und der Tag in Tokio hatte im Grunde für uns erst angefangen. Hier war es 16 Uhr als wir alle Sachen abgelegt und uns kurz frisch gemacht hatten. Wir überlegten ob wir uns für eine Stunde aufs Ohr hauen sollten, entschieden uns dann aber dagegen.
Die Neugier auf Tokyo war einfach zu groß : D Und das Wetter zu gut! SONNE PUR und die Bäume sind alle noch so schön grün, ein Traum!
Wir also los, zwar erschöpft aber neugierig! Gleich die erste Straße sind wir hinter unserem Hotel abgebogen und entdeckten den "Sensoji-Tempel", den ältesten Tempel in Tokyo. Und wir waren nicht die einzigen dort! Ganz viele Touris, hauptsächlich auch Japaner waren genau wie wir begeistert von den Gebäuden, gigantische Tore und Statuen die es dort zu bestaunen gab.
Auch den "SkyTree-Tower", den höchsten Funkturm der Welt, haben wir schon hinter ein paar Hochhäusern erspähen können.
Den wollen wir in den nächsten Tagen auf jeden Fall auch noch besuchen! So aus der Ferne sieht re schon sehr beeindruckend aus und im Dunkeln leuchtet er so schön. Hachja ^^

Danach sind wir noch durch die Straßen gebummelt, die rund um den Tempel schon Jahrmarkt ähnliche Züge hatten. Überall gibt es außerdem Lautsprechen die ganz traditionelle, japanische Klimpermusik spielen : D Zum Ende sind wir dann noch in so eine Art Snackbar eingekehrt, die es in dieser einen Straße zuhauf gab. Die standen wirklich Stück an Stück und vor jeder stand ein junger Japaner der einen mit Winken und irgendwelchen Floskeln versucht hat zu überzeugen sich bei ihm niederzulassen. Für Mel gabs japanisches Chicken (sehr lecker!) und ich hatte die traditionellen Yakitori-Spieße (auch Hühnchen) LECKER! OISHIII!!

Für morgen nehmen wir uns vor noch mehr auszuprobieren, mehr Fotos schießen und keine Sorgen wegen Geld oder Verständigungsproblemen machen. (die Japaner quatschen einen wirklich gnadenlos auf Japanisch an...seh ich aus als könnte ich japanisch? Wir zucken dann bisher immer noch verlegen mit den Schulten "Ehehe Wakarimasen!" zu deutsch "Ich verstehe nicht" ; D

In diesem Sinnem schauen was der morgige Tag bringt. Wir gehen heute früh schlafen und morgen gehts ins Elektroviertel Akihabara und in den Ueno-park. So zumindest der Plan, aber hier in Japan weiß man ja nie so genau : D

Jetzt hier ein paar Bilder unseres Tages!
Wer mehr sehen möchte, geht einfach auf diesen link:  TokyoGalerie Tag 1
oder oben auf unseren Galerie-Tab. Da werden wir immer versuchen die meisten Fotos hochzuladen!




Angekommen

Ohayo gozaimasu!

Pünktlich wie die Maurer sind wir mit dem Piloten Sören 8:30 Uhr in Narita (Tokyo Airport) gelandet ^^. Der Flug war ruhig und entspannend, doch wirklich Schlaf haben wir nicht gefunden, dafür wurden wir mit dem Anblick des Fuji über den Wolken belohnt. Wirklich beeindruckend.  

Hier ein paar Fakten zum Flug: 
12000 m in der Höhe
1000 km/h schnell 
10h 20min Flugzeit
(Nepi ist begeistert!)

Jetzt wuseln wir bereits seit ein paar Stunden am Flughafen herum, DENN...

...Geld abzuheben war doch nicht so einfach, wie wir uns das so vorgestellt haben. 
Zwar haben wir den Citibank Automaten gefunden und konnten auch ein paar Yen abheben, doch dies nur begrenzt.... Lange Gesichter. 

OK, alles halb so schlimm, zum Glück gibt es die Service-Hotline der DKB. Wir also zum nächsten öffentlichen Telefon und schon das nächste Problem: 
Wie benutzt man das???
"Welche Nummer muss ich eingeben?"
"Versuchs mit 049"..."geht nicht"...
Nach mehrminütigen Studieren der Infotafel "How to make international calls" waren wir tatsächlich verbunden mit DEUTSCHLAND - einem Service-Mitarbeiter der DKB.
Dieser war auch kompetent und freundlich, geriet nur etwas unter Druck, da ich ihn mit dezent panischen Hinweisen wie "Das Geld ist gleich alle, die Verbindung bricht ab...." bedrängte...
KLACK. Die Verbindung war weg und unser letztes Münzgeld auch. Hmmmmm. 
Zu allem Übel, wurde dieser verzweifelte Versuch zu telefonieren von einem japanischen jungen dreiköpfigen Kamerateam für Tokios Nachwelt festgehalten. In dem Sinne: "Guck mal da sind Ausländer, die versuchen ein Telefon zu benutzen." Langsam verstehe ich, wie sich eine Laborratte fühlen muss. 

Lange Rede, kurzer Sinn, das Problem war das Kreditkartenlimit. Doch eine Lösung ist in Sicht. :D
Danke DKB für deinen Einsatz (3 Uhr morgens erreichbar in Deutschland. WOW!)  

Die nächste Mission "Fahrt nach Tokio" konnte starten.
Also ab zur Tourist Information, die uns mit gutem Englisch und sehr freundlich alle Fragen beantworten konnte. So haben wir für die nächsten Tage Tagestickets für Tokio gekauft und können dort in der Stadt mit der Metro fahren. Jedoch war der Kauf auch eine kleine Herausforderung, da die Ticketverkäuferin nicht wirklich Englisch sprechen konnte und wir ca. zum 10x am Tag "Lost in Translation" waren :D 

Doch jetzt heißt es Rucksack auf und ab nach Toookyooo!!! ^^

Es folgen bald bessere Bilder! 


Donnerstag, 7. November 2013

Warten auf den Start

Wir sitzen am Flughafen in Frankfurt und warten auf das Boarding. Liebe Muttis macht euch keine Sorgen uns geht es gut und wir sind glücklich! ❤️

Samstag, 2. November 2013

Nur noch 5 Tage!

Oh mein Gott! Jetzt sind es nur noch 5 Tage bis zum Abflug!
Die Anspannung steigt.

Dieses Wochenende verbringen wir damit unser Gepäck zu organisieren und zu optimieren.
Kein Kilogramm darf zu viel sein! Am besten, mit leeren Taschen hin und mit Vollen zurück ;)

Und nein, wir werden nicht krank!!! Das ist momentan nämlich unsere größte Angst.
Es herrscht ein kleines Chaos in meinem  Kopf, aber ein schönes Chaos.

Mel  ^____^


P.S.: Leider wurde ich von der Lufthansa ja etwas enttäuscht ;) Ich hatte gehofft, dass wir mit dem Airbus a380 in den Osten fliegen, aber es ist nur die Boeing 747-400 (dennoch ne übelste Maschine ;))
Boeing 747-400 Sitzplatzverteilung
Unsere Plätze sind schon hinterlegt. Ob sie wussten, dass Nepi die ganze Zeit aus dem Fenster schauen wird? Jedenfalls haben Sie sie bereits intuitive ans Fenster gesetzt ;)